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25.04.2019 08:35:29


AüB-News: Portrait Aline Feichtinger

Am 27. Mai 2019 findet der Auftakt des neuen Veranstaltungsforums „alsam – gsundappenzellerland“ statt. Aline Feichtinger hat das Konzept von alsam entwickelt und geprägt. Der Reichtum des kulturellen Erbes unserer Region haben sie angespornt und ihr Mut gemacht, etwas zu wagen. Warum? Das hat sie uns erzählt.

Warum Naturverbundenheit und Arbeit 4.0 zusammen gehören

Am 27. Mai 2019 findet der Auftakt des neuen Veranstaltungsforums „alsam – gsundappenzellerland“ statt. Aline Feichtinger hat das Konzept von alsam entwickelt und geprägt. Der Reichtum des kulturellen Erbes unserer Region haben sie angespornt und ihr Mut gemacht, etwas zu wagen. Warum? Das hat sie uns erzählt.

Trotz voller Agenda nimmt sich Aline Feichtinger die Zeit und erzählt über das neue Veranstaltungsforum alsam gsundappenzellerland. Sie ist in Heiden wohnhaft und seit einigen Jahren beruflich als Coach und Kulturmanagerin tätig. So leitete sie im Dunant-Jahr z.B. das szenische Musikwerk und im Jahr 2018 hat sie mit Roman Signer die Publikation „Die Kultur der Natur“ herausgebracht. Die Frage, wie man in einer Welt, die sich immer schneller verändert, gesund sein und bleiben kann, beschäftigt sie persönlich und beruflich schon lange. Und so war es naheliegend, für alsam gsundappenzellerland ein Konzept zu erstellen und nun die international gefragten Gäste mit dem Publikum zusammenzuführen.

Brücken bauen zwischen Natur, Kultur und Wirtschaft

Inzwischen ist die Idee herangereift und hat Formen angenommen. „alsam – gsundappenzellerland“ ist ein Veranstaltungsforum, das Menschen befähigen bzw. stärken möchte. Allen Veranstaltungen gemeinsam ist die Frage, wie wir im modernen Alltag eine zeitgemässe Naturverbundenheit leben können. Naturver­bundenheit soll verstanden werden als verbunden mit der natürlichen Umgebung als auch mit der inneren Natur des Menschen. Aline Feichtinger sieht darin eine grosse Chance, über die Hektik des Alltags und über den Drang nach „höher, schneller, weiter“ hinaus zu wachsen. Denn wie die Natur, ist auch der Mensch nicht geschaffen für grenzenloses Wachstum, sondern braucht Phasen der Ruhe und Regeneration.

„Der aktuelle Wandel in der Arbeitswelt ist mindestens so gross wie der damalige Wandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft. Je besser Menschen die Herausforderungen des digitalen Zeitalters verstehen, umso weniger fühlen sie sich den Veränderungen ohnmächtig ausgeliefert. alsam unterstützt Menschen, den persönlichen Handlungsspielraum zu erkennen und den kulturellen Wandel aktiv mitzugestalten“, sagt Aline Feichtinger.

Arkadien, das Paradies auf Erden, liegt vor unseren Füssen

In diesem Sinne können wir viel lernen von der Natur. Entsprechenden Bedarf sieht Aline Feichtinger in Wirtschaft und Gesellschaft. Das Appenzellerland habe diesbezüglich viel zu bieten, weiss sie:

„Schon vor 300 Jahren reisten Gäste aus aller Welt in die Region an, um in der Kombination von Gastlichkeit, Philosophie, Wandern und Kuren die Verbundenheit zur äusseren und zu ihrer inneren Natur zu stärken. Die Gästekreise nannten das Appenzellerland Arkadien, das Paradies auf Erden. Damit Reisekomfort und der Aufenthalt diesem Image gerecht wurden, entstanden immer wieder Innovationen u.a. in den Bereichen Mobilität und Architektur, die wiederum bedeutsame Impulse in der Schweiz und im Ausland auslösten. Der moderne Tourismus erzielte schnell grosse Wertschöpfung in der Region. Doch Wertschöpfung verstand man sehr lange nicht als ein rein wirtschaftlicher Begriff. Das gemeinschaftliche Schöpfen von Grundwerten hat in der weltoffenen Region Appenzellerland über dem Bodensee grosse Tradition.“

Diese Traditionen sind ebenso wichtig wie das Brauchtum. Aline Feichtinger greift sie mit alsam auf und möchte diesem kulturellen Erbe wieder zu Wirkung verhelfen. In diesem Sinne hat sie für die Region einen Wunsch:

Die Schweiz und insbesondere die Region AüB haben eine attraktive Infrastruktur zu bieten. Den hohen Komfort wissen sowohl Bevölkerung wie TouristInnen sehr zu schätzen. An Komfort gewöhnt man sich jedoch gerne und Gewohnheiten können träge machen. Ganz im Sinne des kulturellen Erbes wünsche ich der Region weiterhin weltoffenen Gemeinschaftssinn mit zukunftsweisender Innovationskraft, um im anspruchsvollen Alltag des Digitalzeitalters körperlich stabil und geistig wandlungsfähig zu bleiben: Die Gleichzeitigkeit von Stabilität und Wandlungsfähigkeit sind für mich wichtige Merkmale einer modernen Naturverbundenheit. Das wünsche ich uns allen!“

Veranstaltungshinweis alsam:

Das erste Veranstaltungsformat FESTIV findet am 27. und 28. Mai 2019 in Heiden und Herisau statt. In den Kinos wird der Film «Die stille Revolution» gezeigt. Im Rahmenprogramm sind u.a. Referate von Dr. Heike Bruch, Dozentin der HSG, und der Innovationsunternehmerin Nadja Schnetzler aus Biel zu hören. Tickets sind jetzt erhältlich unter www.alsam.ch.

Lebenswerte Region

In einer losen Reihe portraitiert der Verein AüB Projekte, Unternehmen, Institutionen und Menschen aus der Region, die zu einer lebenswerten Region beitragen.

Appenzellerland über dem Bodensee (AüB)

Die Region Appenzellerland über dem Bodensee umfasst die Gemeinden Grub, Heiden, Lutzenberg, Rehetobel, Reute, Wald, Walzenhausen, Wolfhalden sowie den Bezirk Oberegg.

Der Verein AüB versteht sich als regionale Standortförderung. Er trägt zu guten Rahmenbedingungen für das Leben und Arbeiten in der Region bei und fördert die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden.

Kontakt:

Appenzellerland über dem Bodensee, Oberbrenden 310, 9426 Lutzenberg, www.AueB.ch

Geschäftsführerin Katja Breitenmoser, Tel. 079 413 58 24, Email: katja.breitenmoser@aueb.ch

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Dokument au776b_News_Portrait_Aline_Feichtinger_NEU.pdf (pdf, 61.0 kB)


Datum der Neuigkeit 18. März 2019
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